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18.11.2008

Palfinger baut in Österreich 91 Mitarbeiter ab

Produktionsauslastung hat sich gegenüber Jahresbeginn halbiert
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Kaml Zehnder Ortner Pilz Exner







Der Kranhersteller Palfinger (im Bild: CEO Herbert Ortner und Aufsichtsrat Palfinger jun.) sieht sich aufgrund des schlechteren wirtschaftlichen Umfelds zu Kapazitätsanpassungen und einer Reduktion der Fixkosten gezwungen. Konkret wird Palfinger in Österreich 91 Mitarbeiter abbauen, für die ein Sozialplan ausgearbeitet wurde. Die betroffenen Mitarbeiter wurden bereits informiert, teilt das Unternehmen am Nachmittag mit.

Mit dieser Massnahme sichere Palfinger weiterhin ausreichend Kapazitäten, um die Produktion bei Bedarf rasch um bis zu 50 Prozent erhöhen zu können. Diese Unterauslastung werde bis auf weiteres mit Kurzarbeit ausgeglichen. Dies beinhalte arbeitsfreie Freitage, einen um eine Woche verlängerten Weihnachtsurlaub sowie für den Grossteil der österreichischen Belegschaft eine Reduktion der Arbeitszeit um 20 Prozent bei teilweisem Lohnausgleich.

Die Bewahrung von Überkapazitäten bedeute kurzfristig eine bewusste Reduktion des Gewinns, soll aber in Hinblick auf eine Erholung langfristig die führende Marktposition des Unternehmens sichern.

Vor allem das 3. Quartal 2008 zeigte entsprechend dem wirtschaftlichen Umfeld einen deutlichen Nachfragerückgang in einigen Kernmärkten wie Spanien und Grossbritannien. Die aktuelle Wirtschaftsentwicklung und Prognosen deuten darauf hin, dass es in den kommenden Monaten zu keiner Erholung kommen wird, so Palfinger. In den vergangenen Wochen mehrten sich zudem Anzeichen, dass weitere Märkte wie Deutschland und Frankreich, aber auch Osteuropa inklusive Russland und Südamerika von dem schwachen makroökonomischen Umfeld ergriffen werden. Die Produktionsauslastung hat sich vor diesem Hintergrund gegenüber Jahresbeginn halbiert.

Palfinger ist in puncto Kunden in hohem Ausmasss von der Lkw-Industrie abhängig (und diese wiederum vom Baugewerbe). Für die Lkw-Branche gehen die Analysten von UBS mittlerweile von einem "Worst Case Szenario" aus. Nach einem Einbruch der Auftragseingänge um 50% im Jahr 2008, sollten die europäischen Lieferungen (inklusive Russland) im kommenden Jahr um weitere 28% zurückgehen. Der Lkw-Markt sollte sich auch 2010 noch nicht erholen.

Laut UBS-Schätzungen sollte sich der Jahresüberschuss von Palfinger von erwarteten 66 Mio. Euro im laufenden Jahr auf 35 Mio. Euro in 2009 verringern und 2010 auf 29 Mio. Euro fallen. (bs)
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